Usedom – Mai 2013 – Familienurlaub

Mitte Mai ging es wieder ans Kofferpacken. Der nächste Familienurlaub stand an! Dieses Mal verschlug es uns ein Stückchen unterhalb von Rügen, auf die Ostseeinsel Usedom. Das Auto wurde also vollgepackt und so ging es am 18. Mai 2013 gen Norden. Nachmittags erreichten wir als Erstes von 3 Autos die Insel. Bis wir an unserem Domizil angekommen waren, zogen dunkle Gewitterwolken auf. Als wir dann vor unserem 5*-Ferienhaus geparkt hatten, checkten wir dieses gleich mal aus. Bis die Anderen endlich hier waren, sollte nämlich noch etwas Zeit vergehen^. Später, wir waren immer noch zu zweit, stieg uns plötzlich ein beißender Geruch in die Nase, es roch verbrannt! Als dann nach Kurzem meine Schwester am Ferienhaus ankamm, konnte sie Licht in das Dunkle bringen. In der Nachbarschaft hat der Blitz in ein wunderschönes Reetdachhaus eingeschlagen und brannte den Dachstuhl aus. Ein herber erster Tag. Nachdem dann aber auch der Rest unserer Großfamilie ankam, hielt uns dies nicht davon ab, mit einem Gläschen Sekt auf den 3. gemeinsamen Großfamilienurlaub anzustoßen und den Abend mit leckerem Raclett ausklingen zu lassen.

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Den ersten Tag gingen wir wie immer ruhig an. Wir machten uns frühs, nach einem gemeinsamen Frühstück, mit dem Auto auf Entdeckungstour. Dabei suchten wir auch schon die ersten Geocaches. Unser Ziel war der Flughafen in Heringsdorf. Die umliegenden Dosen konnten wir hier in Smileys verwandeln und uns schon einmal mit dem Flugplatz vertraut machen, denn hier sollte es uns noch öfter hinverschlagen.
Den Abend ließen wir dann mit einem kleinen Spaziergang um unser Ferienhaus ausklingen.

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Der zweite Tag gestaltete sich dann schon etwas interessanter. Unser Hauptunternehmungspunkt lag heute bei dem Besuch des Historisch-Technischen Museums in Peenemünde. Auf einer Ausstellungsfläche von 5.000 m² wird dort anhand von Dokumenten, Originalteilen, Zeitzeugeninterviews, Dokumentationsfilmen und Modellen im historischen Zusammenhang der Weg von den ‘Träumen‘ der ersten Raketenpioniere über zivile Raumfahrt bis zur systematischen Entwicklung der ersten militärischen Großrakete in Peenemünde und deren Serienproduktion und Kriegseinsatz dargestellt.

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Nachmittags nahmen wir dann an einer historischen Rundfahrt durch das Peenemündner Sperrgebiet teil. Mitte der 1930er Jahre entstand im nördlichsten Teil der Insel Usedom eine der größten militär-industriellen Forschungseinrichtungen jener Zeit: die Erprobungsstelle der Luftwaffe und Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Bis zum Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft im Jahr 1945 teilten sich Luftwaffe und Heer das Gebiet als Test- und Erprobungsgelände. Das Gebiet ist weiträumig abgesperrt, hier kommt man sonst nicht rein. Es wurden auch schon einige Szenen für Filme in dem Gebiet gedreht.

 

Mitte Mai ist das Wetter noch nicht so für den Sprung in die Ostsee geeignet, daher besuchten wir das Meer nur mit gewisser Distanz. Die Strandkörbe waren zu der Zeit wohl auch nur mehr Deko als Gebrauchsgegenstand 😉

 

Tag 3. Heute beschloßen wir mal nach Polen zu fahren. Da Usedom halb deutsch halb polnisch ist, war dass kein großes Problem. Am oberen Stück der Insel sind wir über die Grenze gefahren. Nach einer kleinen Rundfahrt, aber ohne große Motivation etwas anzuschauen, ging es dann am unteren Teil der Insel, nach nur knapp 20 Minuten, schon wieder zurück nach Deutschland. Und kurz nach der Grenze wurden wir dann auch noch zum ersten Mal von der Polizei kontrolliert. Aber nach einer kurzen Begutachtung des Kofferraums, und dem dort enthaltenen Pfand, und der Klärung, zu welcher Stadt unser Autokennzeichen gehört, konnten wir auch schon wieder weiter fahren.

Empfehlenswert auf Usedom ist auf jeden Fall das Usedom-Rad. Dabei handelt es sich um einen Ausleihdienst, der auf der ganzen Insel verteilt ist. An den einzelnen Stationen kann man sein Fahrrad holen und/oder zurückgeben, wobei der Ausleihort nicht gleich der Abgebeort sein muss. Die verfügbaren Räder werden dann einfach per Handy gebucht. Praktisch, da dies zu jeder Tages- und Nachtzeit geschehen kann, vorausgesetzt es sind Fahrräder vorhanden.

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Gezahlt wird dann bequem per Kreditkarte.

Am 4. Tag haben wir mit meinen Geschwistern zu Fahrrad einen großen Cacheausflug gemacht. Dabei wählten wir einen tollen Rundweg um den Cämmerer See, zwischen Peenemünde und Karlshagen.

Dabei sind wir von Karlshagen auf dem Fahrradweg durch die Natur am Cämmerer See vorbei bis nach Peenemünde gefahren. Nach 12 km und rund 20 Geocaches kamen wir dann wieder an unserem Ausgangspunkt an.

Abends ging es noch zu Kikis Bootsverleih um sich von den Strapazen der Fahrradrunde zu erholen und natürlich den Urlaubstag mit der Familie bei einem leckeren Essen zu beenden.

Ein Tag später. Viel Zeit hatten wir nun nicht mehr auf der Insel. Heute wollten wir eben diese mal vom Boot aus besichtigen und liehen uns zu 6. ein Ruderboot bei Kikis Bootsverleih aus.

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Damit drehten wir dann eine Runde auf der Ostsee und konnten das Ufer mal von einer anderen Perspektive aus sehen. Nach dem Einparken des Bootes und zurück auf der Insel, gab es auch noch lecker Kaffee und Kuchen.

Am 25.05.2013 machten wir einen kleinen Ausflug ans Festland. In Anklam gibt es ein Otto-Lilienthal-Museum. Als alte Fliegerhasen machten wir uns mit meinen Eltern also auf den Weg dorthin und verbrachten da unseren Nachmittag.

Am vorletzten Tag fuhren wir dann einfach einbisschen mit dem Auto herum, suchten nochmal die Ein oder Anderen Geocachedosen oder besuchten bereits gefundene und liebgewonnene Flecken der Insel.

Der letzte Tag sollte noch mal ein richtiges Highlight setzen. Zusammen mit der Familie ging es auf nach Heringsdorf zum Flugplatz und in die Erlebniswelt Hanger 10. Nachdem sich dort die Kids, aber auch wir, ausgepowert haben und lecker zu Mittag aßen, steuerten wir unser eigentliches Ziel an. Den Flugplatz. Denn dort wartete schon das ausgewähte Transportmittel. Wir machten mit Papa, Schwager und Neffe einen Rundflug über Usedom, in einer historischen Antonov 2.

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Während wir im Passagierraum platz nahmen, durfte Papa ins Cockpit, wenn auch nur auf die rechte Seite. So hoben wir, mit kompetenten Co-Pilot in dieser geschischtsträchtigen Maschine ab. Eine knappe 3/4 Stunde dauerte der Flug über Usedom. Das Feeling war unbeschreiblich, wenn wir auch erst etwas nervös waren, ob die alte Maschine wirklich sicher ist. 😉

Dank dem klaren Himmel hatten wir gute Sicht und konnten den Ausblick aus den kleinen Fenstern genießen. Ein wirklich tolles Erlebnis!

Mit diesem Ereignis ging unser Urlaub zu Ende. Am letzten Abend saßen wir dann noch gemütlich zusammen und ließen den Urlaub Revue passieren.

Um so mehr freuen wir uns aber auch schon auf den nächsten Familienurlaub 🙂

 

Unser Ferienhaus in Loddin:

https://www.fewo-direkt.de/Deutschland/Usedom/urlaub-ferienhaus-Loddin/p42894.htm?flspusage=fl

Als ideale Lösung für das ständige Schlüsselproblem, vor allem bei vier Parteien und insgesamt 10 Personen,war hier ein Zahlenschloss an der Haustüre installiert. Statt den Schlüssel zu benutzen, musste man nur einen Zahlencode eingeben um in das Haus zu kommen.

 

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