Amsterdam – Mai 2014 – Studienfahrt

Dieser Blog ist ja eigentlich den Ausflügen gewidmet, die wir zu zweit erlebt haben. Die Fahrt nach Amsterdam machte ich allerdings alleine. Na gut, dass stimmt auch wieder nicht ganz, sie fand nämlich im Rahmen des 2. Studienjahres meiner Fachausbildung statt, so machten sich neben mir noch weitere 29 Studenten und 2 Dozenten auf den Weg. Die Eindrücke und Erlebnisse möchte ich aber trotzdem in unseren Blog mit aufnehmen.

Da wir uns die letzten 3 Jahre am Institut auch viel mit Kunstgeschichte auseinander gesetzt hatten, stand die Studienfahrt ganz unter dem Motto Kunst und Künstler. Der Schwerpunkt teilte sich auf Expressionismus und Kubismus auf. So war der Besuch von zahlreichen Kunstmuseen Hauptprogramm auf unserer Tour.

Am Dienstag, den 06.05.2014 trafen wir uns früh um 8 Uhr am Bahnhof. Von dort aus ging es erstmal nach München, wo wir unseren Tag mit dem Besuch des Lenbachhaus verbrachten. Vorallem die Werke von Franz Marc schauten wir uns genauer an und analysierten ‚Das Blaue Pferd I‘. Nach dem Besuch im Museum hatten wir Zeit München auf eigene Faust zu erkunden. In Kleingruppen ging es auf in das Stadtgetummel. Für uns war klar, was wir als erstes zu tun hatten, wir suchten erstmal ein paar Geocaches. Am Abend traf sich unsere Klasse wieder zu einem gemütlichen Essen beim Italiener, danach ging es gemeinsam in den Englischen Garten. Schließlich mussten wir noch die Zeit bis 22:00 Uhr tot schlagen, bis endlich unser Nachtzug(!) nach Amsterdam abfährt.

22:30 Uhr. Alle Studierenden warteten auf den Nachtzug. Wir hatten ja keine Ahnung, auf was wir uns da eingelassen hatten! Die winzigen 6-er Abteile im Nachtzug waren schnell aufgeteilt. Da immer nur zwei in dem winzigen Gang in unserem Abteil stehen konnten, verschanzten sich die Restlichen in ihren Betten. In die oberen Schlafkojen kam man nur über eine kleine Leiter, die am Ende des Minigangs befestigt war. Die Koffer verstauten wir unter dem untersten Bett. So gut es eben ging, richteten wir unser Nachtquartier ein. Um 22:50 Uhr setzte sich der Zug dann endlich in Bewegung. Zumindest für einige Meter, da gleich nach der Losfahrt ein Bremstest gemacht wurde. Zum Glück sind wir bei der Wucht nicht aus den Betten gefallen. Mehr schlecht als recht schliefen wir irgendwann nach Mitternacht ein. Doch die Zuggeräusche, einsteigende Personen und Laute aus den Nachbarkabinen trugen nicht gerade für einen angenehmen Schlaf bei. Ich konnte sehr schlecht schlafen und wachte immer wieder auf, so stieg ich nachts aus meinem Bett aus der 2. Etage aus um mir die Füße zu vertreten. Das Wiederhochklettern zu meinem Schlafplatz gestaltete sich aber abenteuerlicher als gedacht. Die Leiter zu den Betten ist nämlich nur eingehängt, so sorgte ich mitten in der Nacht für eine lustige Einlage für meine halbschläfrigen Abteilgenossen, wie ich in Zeitlupe und das Metall festumklammernd mit der Leiter nach hinten fiel.

Früh um 6 Uhr schaute ich aus dem Fenster. In der Hoffnung, schon in den Niederlanden zu sein, war ich enttäuscht ‚Köln HBF‘ zu lesen. Es lag also noch eine ganz schöne Strecke in den engen und unbequemen Betten vor uns. 1 1/2 Stunden vor der Ankunft fing das Gewusel an. Wir packten unsere wenigen Sachen wieder ein und machten uns halbwegs für den Tag fertig.
Gegen 9 Uhr fuhren wir in Amsterdam Centraal ein und schworen uns, niewieder mit einem Nachtzug zu fahren. 😉

Ab hier konnten wir uns entweder den Dozenten zu Fuß anschließen oder auf eigene Faust mit dem Bus in unser Hostel fahren. Ohne lange zu zögern, nahmen wir zu dritt den Bus und waren als Erste an der Unterkunft angekommen. Dort hieß es erstmal Handy aufladen! Schließlich hatten diese seit über 24 Stunden keine Steckdose mehr gesehen. Zusammen mit Leonie, Anni und Nina ging es auf unser Zimmer um unsere Taschen abzustellen und schon ging es weiter zu einem der noch vielen folgenden Kunstmuseum. Als erstes stand das Rijksmuseum auf dem Plan. Hier sollten wir uns von dem Künstler Jan Vermeer oder Rembrandt ein Werk aussuchen und eine Werk-Analytische Zeichnung erstellen, 4 Stunden waren für dieses Museum eingeplant.

Nach dem Besuch erkundeten wir Amsterdam und suchten uns etwas zu essen. Die ersten Eindrücke von der Stadt waren gesammelt. Vor allem die Grachten und bunten Häuser machten für uns das besondere Feeling des Spazierganges perfekt.

Der Donnerstag bot uns eine Grachtenfahrt und natürlich wieder ein Museumsbesuch, diesmal im Van Gogh Museum. Die Grachtenfahrt ist auf jeden Fall empfehlenswert, leider war das Wetter nicht auf unserer Seite, aber trotzdem bekamen wir einen super Einblick und Hintergrundwissen von Amsterdam. Zusammen mit Carina machte ich mich in der Freizeit vor dem Museumsbesuch auf, um den Vondelpark zu besuchen und dort Cachen zu gehen. Als wir dann das Museum ansteuerten, kamen wir in  eine interessante Gegend. An einem Stand nahmen wir uns HotDogs mit und flanierten damit durch das nahegelegene Reichenviertel und an Luxusläden vorbei. Den Nachmittag verbrachten wir dann im Museum. Abends wartete ein Vortrag über van Gogh auf uns, bevor es in die Zimmer ging.

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Am Freitag, der letzte ganze Tag in Amsterdam, hingen uns die Museumsbesuche schon zum Hals raus. Daher hielten wir uns nicht sehr lange im Stedellijk Museum auf. Auch wenn dieses mit seiner Konkreten Kunst, kubistischen und expressionistischen Werken zu dem interessantesten Museum gehörte. Aber wir wollten endlich mehr von der Stadt sehen. So machten wir uns zu Fuß auf dem Weg Richtung Anne-Frank-Haus. Den Nachmittag nutzten wir mit Geocachen und Spazierengehen durch Amsterdam. Außerdem brauchten wir auch noch Mitbringsel für unsere Lieben. Vor allem aber wollten wir die freie Zeit nutzen und mit dem Zug nach Zaandam zu fahren um dort in den Primark zu gehen.

Nach dem Abendessen verbrachten wir den letzten Abend in der Stay Okay Hostelbar und gingen im Dunkeln noch mal ein Stückchen im Vondelpark spazieren. Am nächsten Morgen ging es dann zum Bahnhof um diesmal mit dem ICE in 10 Stunden wieder nach Hause zu fahren.

Auch wenn die Studienfahrt sehr museumslastig war, hat mir der Ausflug nach Amsterdam sehr gut gefallen. Vor allem die Grachten, die sich durch den Stadtkern ziehen und die vielen kleinen bunten Häuser sind sehenswert. Obwohl Domi nicht dabei war, hatte ich sehr viel Spaß mit den Mädels und denke gerne an die verrückte Zeit zurück 😉

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