Bodensee – Februar 2016

Unser kleiner Februar-Wochenendausflug sollte zum Bodensee gehen, aber was kann man da alles machen? Das ist wohl mein erster Gedanke, wenn es an die Planung eines neuen Ausfluges geht – so auch dieses mal. Dank Google wurde mir die Frage auch sogleich beantwortet. Unser Wochende war also ziemlich schnell verplant.

Am 12. Februar fuhren wir schon bei Zeiten nach Friedrichshafen los, dort hatten wir das Best Western Hotel direkt am Bodensee gebucht. Unser erstes Ziel war allerdings nicht Friedrichshafen sondern Bregenz in Österreich, genauergesagt der Pfänder. Um die drei Tage ausgiebig zu nutzen, wollten wir uns – noch vor Ankunft im Hotel – von rechts nach links des Bodensees vorarbeiten. Also stande erstmal der östlichste Teil des Bodensees auf unserer Liste. Um keine Maut in Österreich zu zahlen, ging es dann ab der Grenze nur noch abseits der Autobahn voran. Nach insgesamt gut 380 Kilometern erreichten wir dann auch schon den ziemlich kleinen Parkplatz der Pfänderbahn.

Für 10,50 € p. P. Wintertarif ging es von dort innerhalb von 6 Minuten mit der Gondel auf den Pfänder. In 1.064 m Höhe konnten wir bei mäßigen Sonnenschein nicht nur auf den östlichen Teil des Bodensees blicken, sondern auch auf Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein. Neben einem Streichelzoo gab es dort auch ein Wirtshaus, letzteres hatte im Winter aber leider geschlossen. Da wir für den heutigen Tag noch mehr geplant hatten, sind wir dann nach ca. 1 1/2 Stunden wieder mit der Gondel nach Bregenz zurückgefahren.

Unser nächster Stopp war die Insel Lindau im Bodensee.

Da die Fahrt und der Aufenthalt in Österreich etwas länger als gedacht dauerte, hatten wir leider für Lindau nicht mehr ganz so viel Zeit und Lust wie geplant. Das Auto stellten wir in der Nähe des Bahnhofes und des Hafens ab und machten einen Spaziergang zum Bodensee. Nach dem wir die Bahnanlagen besichtigt hatten, ging es weiter zum Lindauer Leuchtturm. Von dort wanderten wir noch etwas am See entlang. Danach fuhren wir das letzte Stück bis nach Friedrichshafen.

Endlich in Friedrichshafen angekommen, steuerten wir schnurstracks das Parhkaus am See an. Von dort aus erreichten wir das Best Western Hotel „Goldenes Rad“ in wenigen Gehminuten. Nur noch schnell einchecken und unser Zimmer beziehen. Dieses war übrigens größer und gemütlicher als gedacht. Die geniale Lage des Hotels ermöglichte es uns abends noch zu Fuß zu dem Restaurant „Chateau Steakhouse“ zu laufen um den Anreisetag gemütlich ausklingen zu lassen. Da das Hotel mit dem Altstadtparkhaus kooperiert, parkten wir unser Auto noch schnell um. So zahlten wir statt 11 € nur 6 € für einen Tag und da wir auf dem Parkdeck 2 parkten, konnten wir in unmittelbarer Nähe zum Hotel die Tiefgarage über die Buchhornpassage verlassen.

Am nächsten Morgen gab es erstmal ein ausreichendes Frühstück. Die Angestellten des Hotels liesen hier keine Wünsche offen und waren sehr hilfsbereit und freundlich. Gut gestärkt konnten wir dann zum Hafen laufen, um mit einem Katamaran nach Konstanz zu kommen. Auch hier machte sich die Tatsache, dass es noch Winter ist, bezahlt. Wir zahlten für eine Hin- und Rückfahrt statt 20 € nur 12 € pro Person. Zum Glück hatten wir das Infoplakat zum Schneeflocke-Ticket noch rechtzeitig gesehen 😉

Nach ca. 50 Minuten Fahrt steuerten wir in Konstanz erstmal das SeaLife an. Dank einem Gutschein zu unseren letzten Geburtstagen, kamen wir hier kostenlos rein. Leider wird die Ausstellungsfläche zur Zeit umgebaut und renoviert, so war die Unterwasserwelt etwas reduziert und teilweise nur eingeschränkt zu besichtigen. Dementsprechend lang bzw. eher kurz dauerte dann auch der Besuch. Zur Stärkung ging es dann in das nahegelegende Shoppingcenter Lago. Da die Restaurants zur Mittagszeit überfüllt waren, gab es nur einen kleinen Snack vom Bäcker, ein großer Fehler wie sich im Nachhinein rausstellte. Nicht nur, dass wir für zwei Brötchen und zwei Getränken über 10 € zahlten, zudem waren die Backwaren auch steinhart und ungenießbar. Das hätten wir uns sparen können! Also ging es missmutig und immernoch hungrig zurück zum Hafen. Da wir wegen ein paar Minuten den abfahrenden Katamaran verpassten, beschlossen wir kurzfristig die Stunde Wartezeit im Restaurant Hafenmeisterei zu überbrücken. Das Essen dort ist fabelhaft, Preis-Leistung stimmt! Die Hafenmeisterei ist auf jeden Fall empfehlenswert. Hier konnten wir uns wieder aufwärmen und bei einem kleinen Snack verging die Zeit wie im Flug.

Zurück in Friedrichshafen durfte dann auch der Besuch im Zeppelin Museum nicht fehlen.

Samstagabend fuhren wir mit dem Auto die weitere Umgebung von Friedrichshafen besichtigen und suchten noch die Ein oder Anderen Geocaches. Dabei fanden wir eine kleine Kapelle, von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Bodensee.

Der Sonntag began für uns wieder früh. Heute war Abreisetag, aber genau wie am Freitag wollten wir unseren letzten Ausflugstag noch ausgiebig nutzen. Darum liefen wir nach dem Frühstück nochmal zum Bodensee, ehe es dann mit dem Auto gen Schweiz ging. Direkt am Hafen steht ein großer Aussichtsturm, mit gefühlten 100 Stufen. Von dort konnten wir im Sonnenaufgang einen letzten Blick auf die Stadt werfen.

Auf der Fahrt in die Schweiz machten wir noch einige Zwischenstopps, bis wir endlich am Rheinfall, Europas zweitgrößtem Wasserfall, ankamen. Leider entschloss sich, pünktlich bei Ankunft am Parkplatz, das Wetter umzuschlagen. Aber da wir nicht umsonst die lange Fahrt auf uns nehmen wollten, machten wir uns trotzdem auf zum Aussichtspunkt. Rechts am Schloss vorbei ging es kostenlos über die Eisenbahnbrücke auf die andere Seite des Rheinfalls, von dort hatten wir einen guten Blick über das Geschehen. Wegen dem nass-kaltem Wetter blieben wir dort aber nicht lange, und machten uns nach 30 Minuten wieder auf nach Hause. Und damit war unser kurzer Wochenendausflug auch schon wieder vorbei 🙂

 

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