Florida Roadtrip – August 2018 | Honeymoon

Ab nach Florida! Für unsere Flitterwochen wollten wir unbedingt Europa verlassen und dabei neben Ausruhen und Entspannen auch viel Neues sehen und erleben. Nach langem recherchieren und überlegen, legten wir uns dann also auf den südöstlichsten Bundesstaat der USA fest. Dort hatten wir in Fort Lauderdale ein Hotel für zwei Wochen gebucht. Zwischendrin verbrachten wir jeweils eine Nacht in Orlando und eine Nacht auf den Keys. Als Abschluss der Reise verbrachten wir noch eine Nacht in Miami Beach.

 

Anreise

Am 9. August sollte uns der A380 von Frankfurt nach Miami bringen. Da der Flug von Lufthansa für 10:45 Uhr geplant war, verbrachten wir die Nacht davor in der Nähe des Airports im NH Hotel Mörfelden. An Schlaf war in der Nacht nicht zu denken. Zum einen war das Bett sehr unbequem zum anderen funktionierte wohl die Klimaanlage nicht so, wie sie sollte. Müde und voller Aufregung steuerten wir in aller früh das Parkhaus des Airport Frankfurts an. In Miami landeten wir nach 10 Stunden Flug um 14:50 Uhr. Nach der Zollkontrolle und dem Abholen unseres Gepäcks stiegen wir in den kostenlosen Metromover ein der uns zum Car Rental Center brachte. Wir hatten über Alamo einen Midsize SUV gebucht und im Vorfeld schon online eingecheckt. Dank dem Skip the Counter Prinzip konnten wir dort auch gleich in die Tiefgarage gehen und uns aus einer Reihe von schicken Autos unserer Kategorie eines aussuchen. Jetzt galt es nur noch durch den Miamiverkehr und auf zu unserem Hotel zu kommen und einen Parkplatz zu finden.

 

Fort Lauderdale – Courtyard Marriot Hotel

Angekommen am Hotel sind wir von den Parkgebühren erst einmal überrascht worden. Für die Nacht Parking Valet im Hotel wurden stolze 33 USD verlangt. Deswegen entschieden wir uns, am nächsten Tag auf dem öffentlichen Parkplatz des Las Olas Beach, direkt neben dem Hotel zu parken. Dort zahlten wir „nur“ 25 USD pro Nacht. Unser Zimmer lag im 7. Stock mit unverbauten, wunderschönen Blick auf das Meer und war mit allem Wichtigen ausgestattet. Wir hatten von vornherein Frühstück mit dazugebucht. Dies ist scheinbar nicht so geläufig in amerikanischen Hotels, so waren wir , bis auf ein paar Tage, jeden früh die Einzigen Gäste im Bistro. Einmal durch die Frühstückskarte gegessen, bestellten wir jeden morgen immer wieder gerne Banana French Toast und Orangensaft.

In der Umgebung lagen viele Restaurants, die wir nach und nach testen konnten. Am besten gefiel es uns im Spatzio aber auch dem Baba Gump, angelegt an den Film Forrest Gump, statteten wir immer wieder gerne einen Besuch ab. Es gab auch einige Geschäfte und eine kleine Mall „Beach Place“ die jedoch nicht sehr einladend wirkte und nur wenige interessante Geschäfte zu bieten hatte.

Liegen für den Strand mussten extra bezahlt werden. Anfangs legten wir uns mit Hotelhandtüchern in den Sand. Später bekamen wir von einem sehr netten Techniker des Hotels kostenlose Strandstühle und einen Sonnenschirm in unser Hotelzimmer gestellt, die wir dann immer mit an den Strand genommen haben.

 

Naples & Fort Myers

Die ersten 3 Tage brauchten wir, um unsere Jetlag in den Griff zu bekommen. Dies hielt uns aber nicht ab, am Samstag den ersten Ausflug nach Fort Myers + Naples zu machen. Also gleich nach dem Frühstück die Taschen gepackt und ab ins Auto. Von Fort Lauderdale aus ging es einmal kerzengerade gen Westen und nach einer endlosen Tour auf dem Highway erreichten wir das Naples Depot Museum, dass leider gar nicht so viel zu bieten hatte, aber dafür war der Eintritt auch kostenlos, lediglich eine kleine Spende wurde erwartet. Den Golf von Mexico mussten wir als nächstes besuchen. Der Strand war blendend weiß und die extrem hohe Luftfeuchtigkeit machte uns echt zu schaffen. Also kurz bis zum Meer spaziert und schon ging es weiter zu Brooks Gourmet Burger & Dogs, dem sechst besten Burgerrestaurant in den USA. Und was soll ich sagen? Der Besuch hat sich echt gelohnt. Nach einer erholsamen Mittagspause in dem urig eingerichteten Lokal bestritten wir die restlichen Kilometer bis nach Fort Myers um dort die Schaffensstätte von Thomas Edison zu besichtigen.

 

Kennedy Space Center & Orlando

Montag verließen wir für eine Nacht unser Hotel in Fort Lauderdale um den langen Weg nach Norden in Angriff zu nehmen. Den Nachmittag verbrachten wir im Kennedy Space Center und bekamen sehenswertes zu Gesicht. Vorallem die Bustouren zur Abschussrampe der Raketen und die Simulation eines Raketenstarts war ein echtes Erlebnis. Von dort aus fuhren wir nach Orlando um in das zweite Hotel der Reise einzuchecken.

 

Orlando – Ramada Plaza Hotel

Nach dem wunderschönen Zimmer im 7. Stock in Fort Lauderdale waren wir von dem schäbigen Zimmer in Orlando richtig enttäuscht. Es war sehr klein und sehr muffig in dem Raum. Der Blick ging auf den Pool und einem See, der hinter dem Hotel lag. Aber zum Glück sollte es nur für eine Nacht sein. Abends gingen wir noch zu Fuß zu Pizza Hut um uns für den nächsten Tag zu stärken.

 

Universal Studios & Island of Adventure

Ein absolutes Highlight war für den Dienstag geplant. Es ging zu den Universal Studios! Nachdem wir unser Auto in dem überdimensional großen Parkhaus abgestellt hatten, ging es mit der Masse im Stechschritt zu den zwei Parkeingängen. Wir entschlossen uns zuerst Island of Adventure zu besuchen und dort direkt nach Hogwarts zu gehen. Um 9 Uhr morgens war hier noch nicht so viel los und wir kamen ohne zu warten in das gigantische Schloss und konnten dort in Harry Potter and the Forbidden Journey altbekannte Gesichter und lustige Running Gags erleben. Nach einer ausführlichen Besichtigung von Hogsmead und dem Genuß eines kühlen Butterbiers warteten wir auf den Hogwarts-Express der uns nach London und zur Winkelgasse brachte. Nach einer teuren Stärkung im Tropfenden Kessel und ausgiebigen Shopping verließen wir die zauberhafte Welt von Harry Potter wieder und begaben uns langsam zum Ausgang und den langen Weg zurück zum Auto.

 

Key West

Der Donnerstag brachte uns an den südlichsten Punkt der USA. Eine lange Autofahrt und viele Brücken später machten wir eine Pause im Bahia Honda Nationalpark. Leider war ein Teil davon wegen Bauarbeiten nicht zugänglich. So konnten wir nur links der Straße ins Meer gehen, wo überwiegend Seegras am Boden wuchs und das Meer lange nicht sehr tief war. Trotz der Hitze stiegen wir die kleine Anhöhe zur ehemaligen Zugbrücke auf und genießen den wunderschönen Blick über die angrenzenden Keys. Abends standen wir dann tatsächlich vor der berühmten Boje, die den südlichsten Punkt Kontinentalamerikas markierte und schossen das obligatorische Touristenfoto. Nach einem kleinen Spaziergang über die Insel fanden wir direkt am Wasser ein kleines Strandlokal wo wir uns ein lecker Abendessen schmecken ließen.

 

Marathon – Seascape Resort und Marina Hotel

Übernacht blieben wir in einem sehr süßem, kleinen Hotel direkt am Wasser auf der Insel Marathon. Hier wurden wir sehr freundlich begrüßt und in unser kleines aber feines Zimmer gebracht. An dem kleinen Hotel selber war viel geboten und wir wären gerne länger hier geblieben. Aber leider ließ das unser Zeitplan nicht zu. Neben einem Pool und einem eigenen Bootsanleger von wo man auch kostenlos mit Kajaks ins Wasser stechen konnte, gab es auch die Möglichkeit Fahrräder zu leihen oder sich in den Hängematten direkt am Wasser entspannen.

 

Everglades Nationalpark & Alligator Farm

Bevor wir uns direkt den Alligatoren in den Everglades stellen, wollten wir diesen erstmal mit gewissem Sicherheitsabstand und vorallem vor einen Sicherheitszaun annähern. Daher fuhren wir gleich frühs von Marathon aus zu der Alligator Farm. Neben dem Eintritt in den Park buchten wir auch noch gleich eine Airboattour dazu. Erstmal schauten wir allerdings bei der Alligator Show zu und durften da auch einen kleinen Alligator auf den Arm nehmen. Danach folgte die Airboat-Fahrt, dabei konnten wir auch die ersten Meter Richtung Everglades wildlebende Alligatoren sehen. Bei der danach folgenden Raubtierfütterung zeigten sich dann gleich haufenweise Alligatoren mit weit aufgerissenem Maul. Nach gut 3-4 Stunden Aufenthalt ging es dann endlich in die „richtigen“ Everglades. Ganz in der Nähe des Parkes war dann auch gleich eine Einfahrt in den Nationalpark. Bei leichtem Nieselwetter konnten wir dann bei dem ein oder anderen Spaziergang im Park so einige Wildtiere beobachten.

 

Miami Seaquarium

Für knapp 100$ besuchten wir am Montag das Seaquarium in Miami. An die hohen Preise in den USA haben wir uns schon gewöhnt, doch das Preis-Leistungs-Verhältnis war hier doch etwas unausgeglichen. Die Einrichtung war abgenutzt, schmutzig und lieblos gestaltet. Sehenswert war die Orkashow, doch die 90er Musik im Hintergrund und die Tatsache, dass der riesen Orka den ganzen Tag in dem kleinen Becken eingepfercht verbringt, hatte einen negativen Beigeschmack. Selbst das Essen war überteuert und seinen Preis nicht wert. Einen zweiten Besuch wird es von uns nicht mehr geben.

 

Miami Beach Riu Plaza Hotel & Heimflug

Dienstag, 21. August 2018, es wurde Zeit aus dem Courtyard Marriot auszuchecken um die letzte Nacht vor dem Abflug in Miami Beach zu verbringen. Hier hatte es uns auch gut gefallen, das Meer war hier viel wärmer aber die ersten Meter auch durch Algen und sonstigem Gewächs bewuchert. Den letzten Tag verbrachten wir ganz entspannt am Strand und bei einem Spaziergang durch Miami Beach. Am nächsten Morgen brachten wir das Auto zurück ins Rental Car Center, fuhren mit dem kostenlosen Metromover in den Airport und gaben unser Gepäck auf. Nach 9 Stunden Flug und einigen starken Turbulenzen über Großbritannien konnten wir dann am 23. August um 8 Uhr wieder deutschen Boden betreten.

 

 

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