Tropical Island – Mai 2019

Eigentlich wollten wir am 25. Mai 2019 nur zum Tag der offenen Tür unserer Baufirma „Bärenhaus“ nach Freiwalde fahren. Nach längerer Überlegung stand dann aber fest, dass wir die knapp 700 km für Hin- und Rückfahrt nicht an einem Tag stemmeln wollen.

Also ging es auf die Seite booking.com und freie Hotels in der Nähe der Baufirma wurden gesucht, doch so kurzfristig vor der Abreise war vieles schon ausgebucht. Doch siehe da – in Luftlinie nur etwas 5 km Entfernung ist ja Tropical Island, die perfekte Möglichkeit der riesigen Zeppelin-Halle einen Besuch abzustatten. Bei den Preisen für eine Übernachtung mussten wir dann erstmal schlucken. Die Übernachtung im Zelt war für uns gleich gestrichen. Auch das angrenzende Hotel war schnell von der Liste als wir die Premium Zimmer innerhalb der Halle gesehen hatten. Da wollten wir übernachten, direkt in der Halle, mitten im Geschehen. Doch der Preis für eine Nacht war ganz schön happig, für die Übernachtung im Premiumzimmer, mit Abendessen am All-you-can-eat-Buffet im chinesichen Restaurant und Frühstücksbuffet verlangte das Tropical Island stolze 320 €.



So weit so gut. Wir packten also unsere Taschen und fuhren am Freitag nach der Arbeit los in Richtung Berlin. Es kam wie es kommen musste und schon standen wir im Stau. Da stellt sich doch immer wieder die Frage, auf der Autobahn bleiben oder den Umweg über sämtliche Dörfer und Käffer in Kauf nehmen und von der Autobahn abfahren. Diesmal entschlossen wir uns dazu, einen Umweg von einer Stunde zu machen und den Stau links liegen zu lassen. So war es schon nach 19 Uhr als wir die gigantische Halle von der Autobahn aus sehen konnten. Die ersten zwei Parkflächen waren kompett leer, so dass wir auf dem großen Hauptparkplatz direkt vor der Halle parken konnten. Am Check-in für Übernachtungsgäste standen wir dann allerdings erstmal in einer langen Schlange an.

Als wir das Zimmer direkt an der Lagune bezogen hatten, zog es uns erstmal zum Abendessen. Hier waren wir allerdings ganz schön enttäuscht, für den Preis von 20 € pro Person hatten wir und doch etwas bessere Qualität erhofft. Nach einem dürftigen Abendessen ging es dann endlich ins Wasser. Je später es wurde, desto leerer wurde auch die Halle und desto mehr Platz hatte man im Wasser. Für die Außenanlage war es leider zu kalt, so dass ich nur zitternt aber voller Vorfreude den Whitewater River getestet hatte, allerdings konnte der längste Wildwasserkanal Europas nicht ganz überzeugen und mit einigen blauen Flecken mehr gingen wir dann lieber wieder in das Innere der Halle.

Die Laser-Show zum Sonnenuntergang an der Südsee bestaunten wir mit einem Cocktail in der Hand auf zwei der gefühlt tausend Liegen. Noch kurz eine Bahn geschwommen und dann sollte der Tag auch schon zu Ende gehen. Die Nacht war allerdings nicht sehr erholsam und schon rächte es sich, das Premiumzimmer gewählt zu haben. Den Wasserfall direkt vor der Tür hörte man so gut, als würde man direkt daneben stehen und auch das Geschrei vieler schwimmwütiger Gäste war deutlich auszumachen.

Doch das Frühstück am nächsten Morgen machte das schlechte Abendessen vom Vortag wieder wett. Aus zahlreichen Angeboten von Brötchen und Marmelade über Wurst, Spiegelei und Pankaces zu frischen Obst war alles geboten. Nach der Stärkung nutzten wir die Zeit bis zum Beginn des Tag der offenen Tür bei Bärenhaus noch in der Lagune und entspannten unter dem Wasserfall und auf einer der Liegen im Wasser.

Nach einer Dusche und dem Zusammenräumen unserer sieben Sachen ging es dann ans Auschecken. Auch hier war wieder eine längere Schlange und wir mussten bei tropischen Temperaturen gute 15 Minuten warten um wieder an frische Luft und zu unserem Auto zu kommen.



Alles in Allem war es auf jeden Fall sehenswert, was aus dieser alten Zeppelinhalle gemacht wurde. Die tropische Welt mit ihren Lagunen und verschiedenen Tieren war echt beeindruckend. Die Menschenmassen und das Gefühl „eingesperrt“ in der Halle zu sein hatte jedoch einen bitteren Beigeschmack und auch der Preis trägt dazubei, dass wir wohl doch das nächste mal lieber in ein Flugzeug steigen und das echte tropische Wetter geniesen, als uns irgendwo in Deutschland in eine Halle mit 1000en anderen Leuten zu zwängen.



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